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Erklärung zur Störaktion - 15. Juni, Brandenburger Tor

Am 15. Juni hielten wir den Teilnehmern der Veranstaltung zum 17. Juni vor dem Brandenburger Tor ein Transparent entgegen, LIEBER SOZIALISTISCHE EXPERIMENTE ALS GROSSDEUTSCHE KATASTROPHEN, weiterhin entfalteten wir die Fahne der DDR. Unmittelbar darauf griffen uns Teilnehmer der Veranstaltung an, zerrissen das Transparent und versuchten die Fahne zu Boden zu drücken. Auf unsere Hinweise auf "Rede und Meinungsfreiheit" in ihrem vereinten Deutschland wünschte man uns "verfluchten Kommunisten den Tod". Dann hagelte es Schläge auf uns. Die Polizei schleifte daraufhin einen von uns mit maximaler Gewalt vom Platz.
Wir bedauern das, was wir getan haben, nicht. Genau wie in den Tagen um den 17. Juni im Jahre 1953, in denen sich junge Menschen gegen die konterrevolutionären Kräfte, gegen Provokateure und Faschisten stellten, um ihren jungen Staat zu schützen, haben wir uns gegen die herrschende Meinung vom "Unrechtsstaat" DDR gestellt. Genau wie damals haben wir keine Waffen getragen, unsere Mittel waren eine Fahne, ein Stück blauer Stoff und unser Wissen um die Geschichte. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, wie viele, die meinen Geschichte lernt man bei ZDF und Bild.
Wir sind uns der komplizierten Umstände, der Komplexität der Geschehnisse um den 17. Juni bewusst. Tatsache ist: An diesem Tag versuchten all jene, denen Enteignung der Kapitalisten, Entnazifizierung, Bodenreform und Blockade gegen den deutschen Imperialismus ein Dorn im Auge war, was ihnen am 3. Oktober 1990 gelang: die Annexion der DDR!
Dies versucht man heute, wie vor 50 Jahren, in den Massenmedien der BRD weg zu lügen. Die herrschende Meinung schwadroniert von einer "Revolution der Deutschen gegen den Sozialismus". Der Nachfolgestaat des sog. 3. Reiches, die BRD schwingt sich auf und richtet über die Menschen der DDR, die ihr Land gegen die Angriffe von innen und außen verteidigten.
Am 15. Juni 2003 hatte man sich vor dem Brandenburger Tor zusammengefunden um genau diesem Geschichtsrevisionismus zu frönen. Dafür fuhren die "Opfer der Gewaltherrschaft des Kommunismus" alles auf, was an antikommunistischer Hetzpresse in diesem Land zu haben ist. Unübersehbar war die Verbindung mit den und der Einfluss der Revanchistenverbände. Man grüßte sich mit Kamerad und freute sich über den Himmel über der "freien Reichshauptstadt". Der RIAS ertönte aus übergroßen Lautsprechern in Richtung Osten.
Dem stellten wir uns entgegen. Dass wir nur drei waren bedauern wir sehr, jedoch ist es irrelevant. Zu einem Staat zu stehen, der 40 Jahre lang den deutschen Imperialisten, Faschisten und Rassisten eine unüberwindbare Grenze vor die Nase setzte und diese verteidigte, heute für sozialistische Experimente auf die Straße zu gehen, gegen großdeutsche Katastrophen, ist nun mal in diesem Land - und das hat Tradition - nicht gern gesehen.
Es gibt aber auch eine andere Tradition in diesem Land, eine antifaschistische, eine Tradition, in der Menschen wie Ernst Thälmann, Wilhelm Pieck, Bertolt Brecht und viele andere stehen. Mahnmal und Leuchtturm dieser Tradition ist und bleibt die größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterklasse, die DDR! All denen, die im Inferno zweier Weltkriege in dieser Tradition kämpften und sie damit bewahrten, all denen die aus Schutt und Asche ein anderes Deutschland bauten, gilt unsere Hochachtung und unser Dank.
All denen, die versuchen die Geschichte zu verdrehen, zurecht zu lügen, um vergangene Verbrechen zu legitimieren und neue Verbrechen vorzubereiten, gilt unser Hass und unser Widerstand!

Gegen Geschichtsrevisionismus und Antikommunismus!
Gegeninformation schaffen!
Lieber raus mit der BRD als rein in den Krieg!

Johannes, Michael und Ringo,
Mitglieder der FDJ-Gruppe Berlin

P.S.
Prof. Dr. dorf. depp. Guido Knopp: Du kannst uns mal!

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Flugblatt zum 17. Juni 2003
“Gute Streiks”? - “Böse Streiks”? -
auch als [PDF]


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