
Auf Einladung der SDAJ sind erschienen: FDJ, Solid Frankfurt/M, KNE Frankfurt/M, Kurdischer Studentenverein Frankfurt/M und Vorbereitungsgruppe Leipzig.
Jürgen (SDAJ) gibt bekannt die vorliegende Entschuldigungen von ASM, DFG/VK, Verein SOJA, einer Vertreterin des Regionales Vorbereitungskomitees Leipzig und vom fzs sowie die herzlichen Grüße von Iraklis Tsavdaridis, Präsident des WBDJ.
Tina (SDAJ) berichtet vom 1.Internationalen Vorbereitungstreffen vom 20.-22.Juni in Havanna. Dort wurde lange über den Slogan diskutiert und man hat schlußendlich beschlossen, daß die XV.Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Algerien unter dem Motto stehen, das ins Deutsche übersetzt so lautet: ”Gemeinsam weltweit kämpfen für Frieden, Solidarität, Entwicklung – gegen den Imperialismus!”
Das 2.Internationale Vorbereitungskomitee findet statt vom 24.-26.November in New Delhi.
Die SDAJ hatte ein kurzes Referat zum Thema Geschichte und derzeitige Lage Algeriens vorbereitet, schlug aber vor, dies auf dem nächsten Treffen zu halten. Ein Referat von Michael Opperskalski, Redakteur der Zeitschrift “Geheim” lag als Kopie aus.
Die Diskussion über den Namen des zu bildenden Vorbereitungskomitees sowie zum vorliegenden Entwurf der SDAJ zu einem gemeinsamen Aufruf mit dem Titel “Auf nach Algerien zu den XV.Weltfestspielen” nahm längere Zeit in Anspruch. In der Debatte wurden folgende Argumente ausgetauscht:
FDJ: Als langjährige Mitgliedsorganisation des WBDJ wollen wir die Weltfestspiele möglichst intensiv vorbereiten und eine gemeinsame Delegation zusammenstellen. Zusammen mit der SDAJ haben wir uns auf dem 1.Intern. Vorbereitungstreffen dafür eingesetzt, daß der antiimperialistische Charakter der Weltfestspielbewegung erhalten bleibt. Bevor wir auf den Text des Aufrufs eingehen, wollen wir was zur Unterschrift, zum Namen des Komitees sagen: Die FDJ ist eine Organisation aus der DDR, wir haben den Kampf gegen die Annexion der DDR nie aufgegeben und wir wollen daher auch nicht “in der BRD” ankommen. Deshalb stimmen wir dem vorgeschlagenen Namen “Bundesweites Vorbereitungskomitee in der BRD” nicht zu und schlagen vor, es “Gemeinsames Vorbereitungskomitee aus der BRD und der annektierten DDR” zu nennen.SDAJ: 10 Jahre danach ist die Annexion nicht mehr rückgängig zu machen. Wir leben nun mal hier in der BRD und kämpfen zusammen gegen den deutschen Imperialismus. Das heißt nicht, daß wir die Annexion ignorieren. Wir meinen, zu diesem Thema kann die FDJ selber was machen, aber andere Bündnispartner können dies dann nicht mehr unterschreiben.
Vorbereitungsgruppe Leipzig: Die AntiFa-Jugend im Raum Leipzig versteht nicht, warum hier zu diesem Treffen nicht gemeinsam von beiden WBDJ-Mitgliedern eingeladen wurde. Es entsteht der Eindruck, als ob hier die eine WBDJ-Mitgliedsorganisation der anderen etwas aufzwingen will. Ist das so? Gerade die Erfahrungen aus der Vorbereitung auf die letzten WFSP 1997 in Cuba, wo es mehrere Delegationen gab und wo es einen großen Teil von deutschen Teilnehmern gab, die man hätte wegen unmöglichem Verhalten sofort zurückschicken müssen, beweist, daß wir nicht noch einmal in eine solche Situation geraten dürfen.
SDAJ: Keiner zwingt hier jemandem etwas auf. Auch wir wollen eine gemeinsame Delegation, aber wir verstehen den Namen des Komitees als eine raumtechnische Aussage und nicht politisch.
Solid: Warum dieser Streit? Nach 10 Jahren ist alles so vermischt, die Jugendlichen heute haben das nicht erlebt. Zu diesem Thema kann ja die FDJ was eigenes machen.
FDJ: Wir meinen nicht, daß die Frage der Annexion der DDR eine Grundbedingungen sein muß, um im Komitee mitzuarbeiten. Was wir aber meinen, ist, daß die Organisation, die in der DDR gegründet wurde und 1989/90 gegen ihren Willen in die BRD einverleibt wurde, das Recht haben muß, sich im gemeinsamen Namen des Vorbereitungskomitees wiederzufinden. Dieses Recht wird von der FDJ beansprucht und es ist nicht nur Aufgabe der Annektierten, sondern auch derjenigen in der BRD, darauf hinzuweisen, daß die DDR annektiert wurde.
Vorbereitungsgruppe Leipzig: Vorschlag: Der Name des Komitees soll lauten “Gemeinsames Vorbereitungskomitee in der BRD” und als erster Satz des Aufrufs wird eingefügt: “10 Jahre nach der Annexion der DDR rufen Jugendverbände aus beiden Teilen Deutschlands gemeinsam dazu auf, zu den XV.Weltfestspielen der Jugend und Studenten nach Algerien zu fahren”.
FDJ: Was den Text des Aufrufs betrifft, so ist das eine Verbesserung. Was den Namen betrifft, so bleibt die Aussage BRD alleine stehen. Und wenn das Wort “gemeinsam” überhaupt einen Sinn haben sollte, dann müßte es erklären, was hier gemeinsam ist. Und solange hier auch in dem Aufruf immer wieder von gemeinsamer Vorbereitung die Rede ist so bleibt das, wenn es ausschließlich um die BRD geht, schwammig. Ein weiterer Vorschlag von uns: “Gemeinsames Vorbereitungskomitee aus der BRD und der ehemaligen DDR” oder “Deutsch-deutsches Vorbereitungskomitee”
Solid: Deutsch-deutsches Vorbereitungskomitee hätte einen Witz und es muß ja nicht alles so ernst sein.
Vorbereitungsgruppe Leipzig: Könnte mit deutsch-deutschem Vorbereitungskomitee leben.
SDAJ: Nein, das geht nicht, das können andere nicht unterstützen, z.B. die Kurden.
Ein
gemeinsamer Name, der von allen anwesenden Organisationen unterstützt wird,
konnte schlußendlich nicht gefunden werden. Es stehen weiterhin folgende zur
Debatte:
“Gemeinsames
Vorbereitungskomitee aus der BRD und der annektierten DDR
“Gemeinsames Vorbereitungskomitee aus der BRD und der ehemaligen DDR
“Deutsch-deutsches Vorbereitungskomitee”
“Gemeinsames Vorbereitungskomitee in der BRD”
Was den Aufruf betrifft, so wird als erster Satz eingefügt: “10 Jahre nach der Annexion der DDR rufen Jugendverbände aus beiden Teilen Deutschlands gemeinsam dazu auf, zu den XV.Weltfestspielen der Jugend und Studenten nach Algerien zu fahren.”
Der Vorschlag der SDAJ, am 18.November, um 14 Uhr zum nächsten Treffen in Frankfurt/M. zusammenzukommen, wurde angenommen. Jörn/Leipzig schlägt vor, auf diesem Treffen dann die politischen Schwerpunkte und Themen der Delegation zu besprechen und sich bis dahin auch Überlegungen zu machen, wie wir das Delegationsprinzip durchsetzen können.
Weitere Themen werden sein:
- Wahl eines Arbeitsausschusses
- Festlegung einer Kontaktadresse
(es sollte ein täglich besetztes Büro sein und der fzs hat bereits vage zugesagt)
Ferner sollte der Kreis überlegen:
- Finanzordnung
- Material zur Mobilisierung (Herausgabe von Plakaten und Rundbriefe)
- Update einer Adressenliste von Organisationen zum Versenden von Infomaterial
- Angebot der algerischen Freunde, für Veranstaltungen zu uns zu kommen.
Zeitraum Januar/Februar
Für das Protokoll
Klaus (FDJ)