Freie Deutsche Jugend
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An die streikenden Metaller im Bezirk Berlin/Brandenburg-Sachsen
Solidarität mit eurem Kampf!

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"Bodo Finger, du verbaust uns die Zukunft, wir deine Tür" war das Motto der sächsischen IGM-Jugend, als sie am 5. Juni den Eingang der Chemnitzer Zahnradfabrik GmbH zumauerten. Der VSME hatte zum 1.5. den Flächentarif gekündigt, und damit die Übernahmegarantie ausgehebelt. Eine gute Aktion, denn andere Sprache scheinen sie nicht zu verstehen, die Herren von den Unternehmerverbänden.

Der Kampf, den ihr mit eurem Streik führt, der ist auch für uns!

Die Arbeitslosenzahlen erreichen mal wieder Rekordzahlen, es sind die höchsten Maizahlen seit der so genannten "Wiedervereinigung". Bloß was ist wiedervereinigt, wenn im Osten immer noch länger gearbeitet werden muss als im Westen? Und dass längere Arbeitszeiten Arbeitsplätze sichern würden, gehört zu den Ammenmärchen, mit denen sie uns seit 13 Jahren einlullen wollen. Und was ist wiedervereinigt, wenn die Arbeitslosenquote im Osten bei 18,6% liegt und im Westen bei 8,2%? Wir buckeln länger und für weniger Geld und als Dank sinkt nicht die Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitslose in die Sozialhilfe.

Und im Angesicht von schon rein rechnerisch 170.000 fehlenden Lehrstellen meint Frau Bulmahn, dass Jugendliche, die sich "unbedingt auf eine bestimmte Ausbildung" versteifen, auch kein Recht auf Sozialhilfe hätten. Wo bleibt denn ihr tolles Grundgesetz, nach dem man ein Recht auf freie Berufswahl hat und auf Freizügigkeit (schließt auch ein, dass man zu Hause im Osten bleiben darf, wo man aufgewachsen ist)?

So hatten wir uns das nicht vorgestellt, und wenn die Unternehmerverbände und deren Regierung mauert - wir können das auch!

Viel Erfolg für eueren weiteren Kampf bis zum Sieg!

Mit solidarischen Grüßen
Freie Deutsche Jugend
Zentralrat

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